Contipark Parkhaus Hamburg - EKZ
Beteiligte Gesellschaften: SKP Ingenieure, SKP Architekten
In dem 1969 fertiggestellten und nunmehr über 35 Jahren ununterbrochen betriebenen Parkhaus in Hamburg lagen bei Bestandsaufnahme 2001 zum Teil schwere Schäden an den tragenden Stahlbetonbauteilen vor. Hierbei muss jedoch zwischen Flächen mit hoher Fahrzeugfrequenz und Geschossen mit geringer Parkaktivität unterschieden werden. Wie zu vermuten, lag der Schwerpunkt der Schäden in den tieferen, stark frequentierten Parkdecks.
Da die Mehrzahl der befahrenen Oberflächen ohne jeglichen Schutz betrieben wurden, waren im Verlaufe der Nutzung erhöhte Chloridmigrationen eingetreten. Diese führten, zusammen mit anderen, schadensauslösenden Faktoren zu den vorhanden Beeinträchtigungen am Stahlbeton.
Das Gebäude besteht im Tragsystem ausschließlich aus Stahlbeton. Die Freidecks waren von der Instandsetzung ausgeschlossen, da hier bereits 10 Jahre zuvor eine umfangsreiche Sanierung stattfand.
Die Geschosse, in denen hohe Bewehrungskorrosion festzustellen war, erhielten eine flächige Betoninstandsetzung. Die teils durch Korrosion fehlende Stützbewehrung in den Decken wurde, unter Entlastung und Rückstellung der elastischen Verformungen, wieder ergänzt.
In der Ertüchtigung dieser Tragsystems bestand die Hauptleistung der Sanierung. In den Bereichen, in denen aber trotz auffälliger Chloridkonzentrationen keine flächige oder punktuelle Korrosion und Abrostung am Bewehrungsstahl auftrat, verblieb größtenteils der belastete Beton. Hier verfolgte die Sanierung hauptsächlich das Instandsetzungsprinzip W-Cl. Dabei waren die Anwendungsbedingungen durch ein, vor wenigen Jahren zuvor lokal aufgetragenen Oberflächenschutz gegeben.
Die Deckenoberseiten aller inneren Decks erhielten nach hinreichender Vorbehandlung der Oberflächen ein Oberflächenschutzsystem OS 11b. Die Deckenunterseiten wurden mit einem Oberflächenschutzsystem 5b ausgestattet. An den Rampen der Spindelbauwerke kam ein OS 13 zur Ausführung.
Für die permanente Überwachung etwaiger Korrosionsaktivitäten unterhalb der Beschichtungssysteme, kam eine Meßanlage der stationären Potenzialdifferenzmessung mit 16 Feststoffelektronen zum Einsatz.
