Freiheits- und Einheitsdenkmal Berlin
Beteiligte Gesellschaften: SKP Ingenieure
Im November 2007 beschloss der Deutsche Bundestag den Bau eines neuen Denkmals der Freiheit und Einheit Deutschlands. Als möglicher Standort wurde der Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Denkmals auf der Schlossfreiheit in Berlin Mitte vorgeschlagen. Der bereits über 110 Jahre alte Sockel besteht aus gemauerten Gewölben großer Spannweite auf einem Holzpfahlrost. Die östlichen und westlichen Gewölbekammern sind auf einer Sandaufschüttung begehbar, das mittlere Hauptgewölbe überspannt den Mühlgraben, einen Nebenarm der Spree. Der Sockel weist viele Schäden, wie zum Beispiel Frostabplatzungen und starke Rissbildungen auf. Um den Sockel einer neuen Nutzung zuführen zu können, war es erforderlich, die vorhandenen Schäden aufzunehmen und deren Einfluss auf die Tragfähigkeit zu ermitteln. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung beauftragte die Specht, Kalleja und Partner GmbH mit der Erstellung eines Gutachtens über den baulichen Zustand des Denkmalsockels incl. Empfehlungen zu Instandsetzungs-, Integrations- und Sicherungsmaßnahmen. Hierbei sollten Aussagen über den Bauzustand sowie die mögliche Lastaufnahme der unterirdischen Gewölbe (Pfeiler und Bögen), der Stahlbetondecke, der Pfahlgründung sowie der Ufermauer getroffen werden. Die durchgeführte Bauzustandsuntersuchung umfasste die Analyse des Erhaltungszustandes ebenso wie die Analyse der Objektmaterialien. Die verwendeten Hauptbaustoffe wurden bestimmt und anhand der gewonnenen Erkenntnisse über die vorhandenen Schäden notwendige Instandsetzungsmaßnahmen zur Wiederherstellung der ursprünglichen Tragfähigkeit und Sicherung der Dauerhaftigkeit vorgeschlagen. Abschließend erfolgte eine Schätzung der hierfür erforderlichen Kosten. Eine statische Berechnung zeigt die maximal mögliche Belastung der einzelnen Bauteile auf. Die Ergebnisse wurden grafisch dargestellt.
