Tiefgarage Heilbronner Str.
Beteiligte Gesellschaften: SKP Architekten
Durch den gestiegenen Bedarf an hochwertigen PKW-Stellplätzen, plante der Bauherr für das bestehende Büro- und Geschäftshochhaus im weitgehend unbenutzten Untergeschoss eine Parkebene einzurichten. Die Lage in einer stark frequentierten Seitenstraße des oberen Kurfürstendamms und der akute Mangel an gesichertem Parkraum, u.a. für die Geschäftsführung der im Gebäude ansässigen Unternehmen, machte den Umbau notwendig. Für diese Umnutzung wurden
umfangreiche Grundrissänderungen vorgenommen und die Erschließung der Ebene mittels einer neuen Rampenanlage im eng geschnittenen Innenhof hergestellt. Neben Eingriffen in das statische Tragwerk und bauphysikalischer Sanierung der Bestandsstruktur wurden die gebäudetechnischen Installationen wie Beleuchtung, Brandschutzanlagen und Markierungstechnik erneuert oder ergänzt. Die Lüftungsanlage wies minimale Betriebskosten auf und wurde mit den bestehenden raumlufttechnischen Anlagen kombiniert. Trotz ursprünglich unzureichender Bauteilabmessungen für notwendige Mindestdurchfahrtshöhen, Fahrgassenbreiten und Stellplatztiefen konnten uneingeschränkt nutzbare Parkflächen, lichte Mindesthöhen und ausreichende Kurvenradien nach allgemein anerkannten Normen und nach Garagenverordnung hergestellt werden. Mit Hilfe von umfangreichen Wand- und Bodenbeschichtungen sowie einem optimierten Beleuchtungskonzept ist eine helle, großzügige und übersichtliche Parkebene entstanden, die im Einbahnsystem (ohne Gegenverkehr) durchfahren werden kann. Das Bauvorhaben wurde von dem Büro Specht Kalleja + Partner Architekten GmbH über sämtliche Leistungsphasen betreut: vom Entwurf, über die Ausführungsplanung und Ausschreibung bis zur Bauleitung sowie abschließender Gewährleistungsbearbeitung. Im Rahmen der Umbauarbeiten zur Tiefgarage wurde das gesamte Bürohochhaus einschließlich der Verkaufsflächen im Erdgeschoss hinsichtlich des baulichen Brand- schutzes untersucht, entsprechend der Ergebnisse modernisiert und in enger Abstimmung mit den Bauaufsichtsbehörden im Baugenehmigungsverfahren bearbeitet. Das Projekt wurde innerhalb des vorgegebenen Kosten- und Terminrahmens innerhalb von 5 Monaten fertiggestellt und ist seitdem, trotz täglicher und intensiver Nutzung, mängelfrei.
